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Stand: 08.09.2016

Pressemitteilung

Großer Bedarf an Information und Aufklärung

Das Caritas-Zentrum Landau verzeichnet eine große Resonanz auf ihre Orientierungs- und Schulungsreihe für Ehrenamtliche, die mit Flüchtlingen arbeiten wollen. Zum zweiten Abend, der unter dem Thema „Eigene Sorgen im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen“ stand, kamen über 90 Teilnehmer. Die Veranstaltung, die der Fachbereich Gemeindecaritas unter Leitung von Dr. Frank Kotterer geplant und organisiert hatte,  fand am Donnerstag, 3. September, in der Aula des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus in Landau statt.

„Die Arbeit mit Flüchtlingen mit ihren Schicksalen ist oft belastend und macht uns manchmal hilflos“,  sagte Leiter Bruno Kühn vom Caritas-Zentrum Landau bei der Begrüßung. Die Landauer Orientierungs- und Schulungsreihe sei daher als Unterstützung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit gedacht. Der Bedarf sei sehr groß, mittlerweile gäbe es nicht nur bereits eine zweite Auflage der Reihe, sondern sogar schon Anmeldungen für einen dritten Durchgang.

In der Begegnung und Arbeit mit Flüchtlingen würden Ehrenamtliche auch von deren traumatischen Erlebnisse erfahren. Das kann schockierend sein und für Helfer emotional erschöpfend sein. Daher sei es für die Helfer wichtig, ihre eigene Rolle zu klären: „Wie viel kann und will ich schaffen? Wann brauche ich Unterstützung und vom wem? Wie gehe ich in meiner Begegnung mit dem mir vertrauenden, traumatisierten oder suizidalen Flüchtlingen um?“ sind Fragen, auf die Referentin Eva Barnewitz, Master of science für Psychologie vom Kompetenzzentrum Psychotraumatologie an der Universität Konstanz, Antworten gab.

Die Referentin ging auf die besonderen Herausforderungen im Umgang mit kranken und traumatisierten Flüchtlingen ein. Zudem wurden auch die eigenen Grenzen des Engagements thematisiert. Es gehe auch darum, dass Ehrenamtliche auch „Nein“ sagen können und müssen, betonte Caritas-Zentrums-Leiter Kühn in seiner Ansprache zu Beginn.

Die Zuhörer zeigten ein großes Interesse und nutzen auch die Möglichkeit, in Evaluationsbögen eine Rückmeldung zur Veranstaltung des Caritas-Zentrums zu geben. Die Fragen der Teilnehmer zeigte auch, dass es einen großen Informationsbedarf gibt. „Der Wunsch nach weiteren Informationen zur Traumatherapie und Traumapädagogik wurde geäußert“, berichtete Kühn  im Anschluss an die Veranstaltung. Der Vortrag wird am 20. Januar 2016 beim zweiten Durchgang der Landauer Orientierungs- und Schulungsreihe wiederholt.

Informationen zur kostenlosen Landauer Orientierungs- und Schulungsreihe gibt es beim Caritas-Zentrum Landau, Königstraße 39/41, Landau, Telefon 06341 / 9355-0, E-Mail: Caritas-Zentrum.Landau@caritas-speyer.de  

 

Kontakt:
Caritas-Zentrum Landau
Fachdienst Gemeindecaritas
Dr. Frank Kotterer
Königstraße 39/41
76829 Landau
Telefon 06341/9355-0‘

 

 

Text und Foto: Caritasverband für die Diözese Speyer

 

 

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